Articles in Category: Aktuelles

Jugendfeier 2019 in Falkensee

Die Humanistischen Jugendfeiern 2019 finden in der Stadthalle Falkensee am 18. und am 25. Mai 2019 statt. 407 Jugendliche aus dem Osthavelland nehmen mit ihren Familien und Gästen an den fünf Feierstunden zum würdigen Abschied von der Kindheit und der Begleitung in den neuen Lebensabschnitt teil.

Diese vom Humanistischen Freidenkerbund Havelland e. V. (HFH) durchgeführten Feierstunden werden durch ein festliches und jugendgemäßes Programm gestaltet. Als Festrednerinnen werden Frau Silvana Uhlrich-Knoll und Frau Marie Fredrich, Mitglieder des HFH, und Frau Ursula Nonnemacher, Mitglied des Landtages Brandenburg, sowie als Festredner Herr Staatssekretär Martin Gorholt auftreten.                                                                                                         

Dr. V. Mueller

Vorsitzender

Montag, 20 Mai 2019

Anmeldungen zur Namensfeier am 7. September 2019

Welche Familie aus dem Havelland möchte mit ihrem Kind oder ihren Kindern an einer humanistischen Namensfeier teilnehmen? Es besteht wieder die Möglichkeit, eine würdige Namensgebung in Brieselang zu feiern. 

Der Humanistische Freidenkerbund Havelland e.V. führt für Kinder, deren Eltern es wünschen, eine offizielle Feierstunde zum Lebensbeginn des jungen Erdenbürgers durch. Die Namensgebung wird gewürdigt. Die Tochter oder der Sohn werden damit in ihrem Lebenskreis als neuer Teil der Familie festlich begrüßt. Im Beisein von Familienangehörigen, Paten und Freunden werden das Kind und sein Name im Sinne weltlicher Festkultur gefeiert. 

Die Feierstunde zur Namensgebung findet am7. September2019, in Brieselang statt.

Falls Sie Fragen haben oder sich für die Namensfeier anmelden möchten, wenden Sie sich bitte an: 

Humanistischer Freidenkerbund Havelland, 

14641 Nauen, Karl-Thon-Straße 42, Tel.:  03321 / 450746.

Dr. Volker Mueller

Vorsitzender

Donnerstag, 09 Mai 2019

Besuch aus Südindien in Nauen

Frau Dr. Bollineni Keerthi aus Vijayawada wird den Humanistischen Freidenkerbund Havelland, in der Zeit vom 05.05. bis 08.05.19 besuchen. Sie ist Präsidentin von Vasavya Mahila Mandali, einem Sozialwerk des Atheist Centre in Vijayawada, das sich aktiv für Frauen, Kinder und Jugendliche einsetzt. Ihre Schwerpunkte sind die Frauenbewegung und der Einsatz gegen Gewalt gegen Frauen in Indien.
 
Wir laden in diesem Zusammenhang zu einer öffentlichen Gesprächsrunde mit Frau Dr. Keerthi am Mittwoch, dem 8. Mai 2019, um 18.00 Uhr, in Nauen, Begegnungscafé in der Karl-Thon-Str. 42, herzlich ein. Sie wird über ihre Sozialarbeit in Andhra Pradesh/ Indien berichten und für Fragen zur Verfügung stehen.
 
Wir würden uns über eine rege Teilnahme sehr freuen. 
 
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Volker Mueller
Montag, 06 Mai 2019

Jugendfeier 2019 in Rathenow

Die Humanistischen Jugendfeiern 2019 finden im Kulturzentrum Rathenow am 04. und am 11. Mai 2019, jeweils um 09.30 Uhr, 11.30 Uhr und 13.30 Uhr, statt. 296 Jugendliche nehmen mit ihren Familien und Gästen an den sechs Feierstunden zum würdigen Abschied von der Kindheit und der Begleitung in den neuen Lebensabschnitt teil.

Diese vom Humanistischen Freidenkerbund Havelland e. V. (HFH) durchgeführten Feierstunden werden durch ein festliches und jugendgemäßes Programm gestaltet. Als Festrednerinnen werden Frau Ulrike Lierse und Frau Tina Bär, Mitglieder des HFH, sowie als Festredner Herr Dr. Volker Mueller, Vorsitzender des HFH, auftreten.                                                                                                         

Dr. V. Mueller

Vorsitzender

Freitag, 03 Mai 2019

Geschichts-Workshop und -Exkursion: „Jugend unter Hitler“

Termine:17.04.19, 10.00 bis 16.00 Uhr, und18.04.19, 10.00 bis ca. 16.30 Uhr

Orte: Falkensee, Döberitzer Str. 15, Jugend- und Familientreff (bei der Falkenseer Tafel)
         sowie gemeinsame Exkursion am 18.04.19 nach Berlin 

Inhalte: Der besondere Platz der Jugend in der Hitler-Diktatur, die psychologische Beeinflussung junger Menschen zwischen 1933 und 1945, die Geschichte des deutschen Faschismus und seiner Verbrechen sowie aktuelle Tendenzen sind Schwerpunkte an diesen beiden Tagen (Workshop, Filme). Die Tagesexkursion nach Berlin führt zu wichtigen Erinnerungsstätten und geschichtsträchtigen Orten.

Im Workshop am 17.04.19 soll in ungezwungener Atmosphäre über geschichtliche und aktuelle Hintergründe des Nationalsozialismus in Deutschland und vor allem über die Beeinflussung der Jugend gesprochen werden. Dabei werden einzelne Aspekte gemeinsam erarbeitet. Begleitend wird Filmmaterial eingesetzt. 

Der Workshop dient auch der Vorbereitung auf die Tagesexkursion nach Berlin am 18.04.19 zu der Ausstellung „Topographie des Terrors“ und zum Holocaust-Denkmal (mit Ausstellung).

Es sind Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren eingeladen.

Kosten (incl. Bahnfahrt und Programm am 18.04.; Mittagsimbiss am 17.04.19): 11,00 € 

Um kurzfristige schriftliche Anmeldungen wird gebeten!

 

Dr. Volker Mueller

Humanistischer Freidenkerbund Havelland e.V., 14641 Nauen, Karl-Thon-Str. 42. 

Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Dienstag, 02 April 2019

Late Night Shopping

Der Humanistische Freidenkerbund führt in seinem Begegnungscafé Nauen und seiner Kleiderkammer ein abendliches „Shopping“ und ein gemütliches Treffen durch. Die Nauener Tafel unterstützt uns. Zum Late Night Shopping oder einfach nur zum Vorbeischauen sind alle Interessenten herzlich eingeladen. Es findet am Freitag, dem  12. April 2019, von 15.00 bis 21.00 Uhr, in Nauen, Karl-Thon-Str. 42, statt.

Für Kinder und Jugendliche ist gleichzeitig der Jugendtreff Miteinanderim Hause offen. Für sie werden verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten wie Malen, Basteln, Kinderschminken, Spielen (Billard, Fußballkicker usw.) und Gemütlichkeit angeboten.

Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Nicht zögern! Kommt stöbern!

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Freitag, 29 März 2019

Spende für die Kinder-Oase Nauen

Vor kurzem haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Amazon Brieselang eine Geldspende für die soziale Kindereinrichtung "Kinder-Oase" in Nauen an den Humanistischen Freidenkerbund Havelland e.V. übergeben. In der "Kinder-Oase", die ein Gemeinschaftsprojekt mit der Nauener Tafel e.V. ist, werden Kinder aus der Stadt Nauen mit einem gesunden Mittagessen und seit einiger Zeit auch mit einem guten Frühstück versorgt. In gemütlicher Atmosphäre können sich die Kinder und Jugendlichen in der "Kinder-Oase" aufhalten und miteinander ihr Essen einnehmen.
 
Die Spende wird vor allem für die Versorgung, die Ferienangebote und die Ausstattung verwendet werden.
 
Für die großzügige Unterstützung bedanken wir uns sehr.
 
Dr. Volker Mueller 



Freitag, 29 März 2019

Aktivitäten im Rahmen der Frauenwoche 2019

Die 29. Brandenburger Frauenwoche steht unter dem Motto „Hälfte/Hälfte - ganz einfach“, welche vom 28.02. bis zum 14.03.2019 stattfindet. Im Rahmen der Frauenwoche lädt der Humanistische Freidenkerbund Havelland e.V. zu folgenden Veranstaltungen ein:

Montag, 04.03.2019 

Im Jugendtreff „Miteinander“, Karl-Thon-Straße 42, 14641 Nauenfindet am Montag, dem 04.03.19, in der Zeit von 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr, eine Mädchenveranstaltung für die Altersgruppe von 10 bis 16 Jahren statt.  Bei Tee und Kuchen findet eine Einführung in das Thema: „Was macht meine Mutter?- Was möchte ich tun“ statt. Anschließend können die Mädchen kreativ werden und Collagen erstellen. Dabei sollen ihre eigenen Wünsche und Visionen für die Zukunft einfließen. 

Freitag, 08.03.2019 

Am Freitag, dem 08.03.2019, findet um 14.00 Uhr vom Humanistischen Freidenkerbund Havelland e.V. (Begegnungscafé) und der Nauener Tafel e.V. in Nauen, in der Dammstraße 13,eine bunte Veranstaltung für interessierte Frauen statt. Bei Tee, Kaffee und Kuchen und kleinen Snacks ergibt sich die Gelegenheit über die Belange von Frauen ins Gespräch zu kommen und spannende Lebensgeschichten auszutauschen.  

Samstag, 09.03.2019

Der Jugendklub Wustermarkdes Humanistischen Freidenkerbundes Havelland e.V., im  Mühlenweg 7, lädt interessierte Mädchen zwischen 12 und 18 Jahre zu einem „Mädelsabend“ ein. Auf dem Programm stehen Gespräche zu Themen wie z.B. typische „Männer- und Frauenberufe“ und Lohnunterschiede, Schönheitsideale, Lebensplanung und respektvoller Umgang miteinander sowie „Do it your self“-Aktionen wie Textilmalerei, Herstellen von Nagelbildern, kreatives Gestalten und gemeinsame Spiele. 

Die Veranstaltung findet am Samstag, dem 09.03.2019, in der Zeit von 14.00 bis 21.00 Uhr, statt.

Im Jugendklub „Millennium“ in Brieselangfindet von Samstag, dem 09.03.19, ab 19.00 Uhr, bis Sonntag, dem 10.03.19, um 10.00 Uhr, eine Mädchennacht statt.

Die Aktion beginnt mit der Zubereitung des Abendessens und endet mit dem gemeinsamen Frühstück am Sonntag.

Dazwischen haben die Mädchen die Möglichkeit, über alle Themen, die sie für wichtig erachten, mit der Betreuerin und/oder auch untereinander ins Gespräch zu kommen: z.B.

"Männer- und Frauenberufe" und Lohnunterschiede, Schönheitsideal, Lebensplanung und Verhütungsmöglichkeiten, respektvoller Umgang miteinander, Liebe, Freundschaft und Sexualität etc. 

Neben einem selbst gestalteten Quiz, einem Film, verschiedenen Spielen werden sicher auch folgende Fragen angesprochen: Was bedeutet es, ein Mädchen zu sein? Ist es richtig zu sagen, dass etwas typisch Mädchen sei? Kann ein Junge sich auch als Mädchen fühlen? Was sind meine Stärken & Schwächen? Die Themen werden sich je nach Interessen der Teilnehmerinnen zusammensetzen. 

Anmeldeformulare sind von den Eltern auszufüllen und liegen im Jugendklub aus.

Montag, 11.03.2019, um18:30 Uhr

Die Havelländer Buchautorin Britta Orlowski stellt in einer Buchlesung unter anderem ihren neusten Roman aus der Bützer - Reihe vor und geht auf die Fragen der Besucherinnen ein.  

Ort der Veranstaltung ist der Frauentreff, in Berliner Straße 33, 14712 Rathenow

Eine Anmeldung ist aufgrund der begrenzten Raumkapazität erforderlich. 

Telefon: 03385/ 515531

Mittwoch, 13.03.2019

Im Jugendklub „Big Family“ Bredow, Oranienburger Straße 16, 14656 Brieselang/ OT Bredowwird von 16:00 bis 18:00 Uhr eine thematische Gesprächsrunde über die Belange der Klubbesucherinnen durchgeführt.


Dr. Volker Mueller                              Katrin Jura

 

Montag, 04 März 2019

Jugendtreff in Elstal

Der Humanistische Freidenkerbund Havelland e.V. betreibt in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wustermark weiterhin den Jugendtreff in Elstal, Ernst-Walter-Weg 6, Tel.: 033234-60234. 

Im Jugendtreff können sich junge Leute an drei Nachmittagen in der Woche treffen, sich zusammensetzen und ihre Freizeit sinnvoll verbringen. Alle Elstaler Jugendlichen sind herzlich eingeladen, auch eigene Ideen und Vorschläge mit einzubringen. Gemeinsame Aktionen werden gemeinsam besprochen, vorbereitet und durchgeführt werden. Für Spiele und Unterhaltung wird gesorgt. Mit Sorgen und Fragen kann man sich an den Jugendbetreuer wenden. 

Dazu laden wir herzlich ein. 

Der Jugendtreff Elstal hat ab 6. März 2019 folgende Öffnungszeiten:

Mittwoch, von 15.00 bis 19.00 Uhr und

Donnerstag und Freitag, von 15.00 bis 21.00 Uhr.

Dr. Volker Mueller

Vorsitzender

Dienstag, 26 Februar 2019

Freidenker und Freiheitskämpfer – Max Sievers zum 75. Todestag

Am 17. Januar 1944 wurde der Freidenker,Sozialdemokrat und AntifaschistMax Sievers in Brandenburg/Havel ein Opfer der Nazi-Diktatur. Max Sievers gehört zu den bedeutenden Vertretern unserer humanistischen und freiheitlichen Traditionen. Er setzte sich stets für ein starkes Bündnis aller freigeistigen und humanistischen Organisationen ein und wirkte an der Spitze der „Reichsarbeitsgemeinschaft freigeistiger Verbände der deutschen Republik“ aktiv mit. Anlässlich seines diesjährigen 75. Todestages ehrt der Humanistische Freidenkerbund sein Leben und Wirken gegen extremistisches Denken und Handeln, für das Zusammenwirken der demokratischen Kräfte und freigeistigen Gemeinschaften in Deutschland, für Humanität und Freies Denken. 

Am 11. Juli 1887 wurde Max Sievers in Berlin-Tempelhof in einer Arbeiterfamilie geboren. Aufgrund seiner sozialistischen Grundauffassungen und seiner Erfahrungen im 1. Weltkrieg engagierte er sich politisch, nahm aktiv an der Novemberrevolution 1918 teil und wurde 1919 auch Abgeordneter in Berlin. Er setzte sich mit seinem ganzen Wirken als späterer Vorsitzender des Freidenkerverbandes und als sozialdemokratischer Abgeordneter gegen Unfreiheit und Ausgrenzungen Andersdenkender, für die Gleichbehandlung aller Menschen unabhängig von konfessioneller und politischer Bindung, für die Trennung von Staat und Kirche, für Demokratie und Humanismus ein.

Die Freidenkerbewegung in Deutschland ist mit dem Namen Max Sievers eng verbunden. Am 1. Oktober 1922 wurde Sievers Geschäftsführer des 1905 in Berlin gegründeten Vereins der Freidenker für Feuerbestattung. Er veröffentlichte 1923 die Schrift Warum Feuerbestattung?, startete 1925 die Herausgabe des Freidenker-ZentralorgansDer Freidenkerundwurde 1927 zum Verbandsvorsitzenden der deutschen Freidenker gewählt.1930 wurden die Freidenker in „Deutscher Freidenker-Verband“ umbenannt, der sich in der Weimarer Republik zu einer großen Kulturorganisation und Weltanschauungsgemeinschaft mit über 600 000 Mitgliedern entwickelte. 1933 wurde der Deutsche Freidenker-Verbandvon den Nazis verboten. 

Nach dem Reichstagsbrandam 27. Februar 1933 wurde Sievers im Berliner SA-Gefängnis Papestraßein „Schutzhaft“ genommen, wo er misshandelt wurde. Im April 1933 wurde er überraschend freigelassen und emigrierte nach Brüssel. Am 23. August 1933 vollzog Deutschland die AusbürgerungSievers’ – er war eine der 33 Persönlichkeiten, die auf der am 25. August veröffentlichten Ersten Ausbürgerungsliste des Deutschen Reichs von 1933standen.Sievers arbeitete unterdessen weiter. Von Saarbrückenaus erschien weiterhin Der Freidenker. Nach dem Sieg der Nationalsozialistenbei der Volksabstimmung im Saargebiet1935 gab er von Brüssel aus die Sievers-Korrespondenz(SIKO) und ab Anfang 1937 die Wochenzeitung Freies Deutschlandheraus. Alle diese Publikationen wurden illegal in Deutschland verbreitet. Sein immer stärker werdendes antifaschistisches Engagement machte ihn zu einem Teil des politischen Widerstandes.

Sievers und seine Mitarbeiter agitierten gegen die Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus, kritisierten das Konkordat des Vatikans mit Hitlerdeutschland von 1933als Bündnis des Römisch-katholischen Klerusses mit den Nationalsozialisten, warben für Widerstand und den Sturz des Regimes. Nach Sievers’ Überzeugung müsste nach dem Sieg über den Nationalsozialismus eine sozialistisch-demokratische Ordnung in Form einer Rätedemokratie folgen. In seinem Buch Unser Kampf gegen das „Dritte Reich“von 1939 führte er diese Überlegungen aus. Er übte scharfe Kritik an der Politik von SPD und KPD in den Jahren vor 1933. Im Februar 1939 emigrierte das Ehepaar Sievers in die USA, kehrte aber im selben Jahr zurück nach Belgien, nachdem die Schweiz das Visum verweigert hatte. 

Am 17. Mai 1940 besetzte die deutsche Wehrmacht Brüsselund Sievers wurde verhaftet. Er konnte fliehen und versteckte sich mit seiner belgischen Frau unter falschem Namen in Chérengin Nordfrankreich. Er wurde enttarnt und am 3. Juni 1943 durch die Gestapo verhaftet. Am 17. November 1943 wurde Max Sievers vom Volksgerichtshofunter dem Vorsitz von Roland Freislerwegen sogenannter Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung zum Tode verurteilt. Freisler begründete das Todesurteil gegen Max Sievers wie folgt: "Wenn.... Sievers meint, sein Verschulden bestehe darin, daß er anders ist als der Nationalsozialismus, so ist das völlig gleichgültig. Auch das ist ein Verschulden, wenn man diesem Anderssein gegen den Nationalsozialismus Ausdruck verleiht. .... Eine andere politische Weltanschauung, noch dazu feige vom Ausland mit den Mitteln der Gewalt und der Zersetzung unserer Wehrmacht propagieren; zu organisatorischem Zusammenschluß um der Erreichung dieses Ziels aufrufen, uns die Welt als Feinde auf den Hals hetzen, indem man uns als Friedensstörer, Kriegstreiber und kulturlose Barbaren hinstellt, das ist solcher Verrat am deutschen Volke, daß er nur mit dem Tode gesühnt werden kann."Diese Worte sprechen für sich, für das menschenverachtende System und die antihumanistische faschistische Ideologie.

Im Zuchthaus Brandenburg-Görden wurde Max Sievers nach zweimonatiger Vollstreckungshaft von den Nazis mit dem Fallbeil hingerichtet.

Erst im Februar 1946 konnte seine Urne auf dem Friedhof in Berlin-Weddingin der Gerichtstraße 38 beigesetzt werden. Am 10. Februar 1952 errichtete die Stadt Berlin für Max Sievers ein Ehrengrab

Das Landgericht Berlin hat erst Ende 1996 das Todesurteil aufgrund seiner Rechtswidrigkeit aufgehoben und Max Sievers ausdrücklich als Teil des politischen Widerstandes gegen den Faschismus gewürdigt.

Wir Freidenker und Humanisten knüpfen an seine ÜberlegungenHaltungen und Taten an und lassen uns bei unserem heutigen Tun davon motivieren. Sein Andenken ist uns Verpflichtung, sich in unserer Gegenwart für ein gerechteres Miteinander in unserem demokratischen Gemeinwesen, für Gewissens- und Geistesfreiheit, für einen säkularen Humanismus und für die gewaltfreie Lösung der sozialen und politischen Probleme unserer Zeit einzusetzen. 

Dr. Volker Mueller

Humanistischer Freidenkerbund Brandenburg e.V.


Max Sievers, Foto: Kulturhistorisches Archiv des Humanistischen Verbands Deutschland, Landesverband Berlin-Brandenburg

Grabmal von Max Sievers auf dem Urnenfriedhof Gerichtstraße (Berlin-Wedding)

Donnerstag, 17 Januar 2019